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Austria Now News – Wien
Die österreichische Bundesregierung will Apotheken ab dem kommenden Jahr erlauben, bestimmte Impfungen zu verabreichen. Laut Informationen der Zeitung „Heute“ soll der Ministerrat den entsprechenden Beschluss am Mittwoch, dem 4. November 2026, fassen.
Lange diskutierter Schritt
Das Impfen in Apotheken wird seit Langem diskutiert. Die Regierungskoalition hatte im Februar 2026 den Grundsatzbeschluss dazu gefasst, nun soll die gesetzliche Grundlage folgen.
Den vorliegenden Informationen zufolge soll im Frühjahr 2027 mit der Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis, in Österreich als FSME- oder Zeckenschutzimpfung bekannt, begonnen werden – diese Spritze soll dann auch in Apotheken erhältlich sein. Zunächst dürfte zudem ein Kombinationsimpfstoff, der unter anderem gegen Tetanus schützt, für Personen ab 14 Jahren umfasst sein.
Ziel: höhere Durchimpfungsraten
Mit dem niederschwelligeren Zugang über Apotheken will die Regierung die Durchimpfungsraten erhöhen – nach dem Vorbild anderer europäischer Länder, in denen Apothekerinnen und Apotheker impfen dürfen. Laut der Quelle ermöglicht dies Aufklärung und Impfung ohne zusätzlichen Termin sowie das Erreichen junger und gesunder Menschen, die selten zum Arzt gehen.
Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller hatte Mitte Oktober darauf hingewiesen, dass Österreich zu den am stärksten von FSME betroffenen Ländern Europas zählt und Auswertungen für 2026 eine sinkende Durchimpfungsrate, häufig vernachlässigte regelmäßige Auffrischungsimpfungen und steigende Fallzahlen zeigten.
Nicht alle Impfungen werden in Apotheken angeboten, sondern nur einige. Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ), Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) und Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) sollen die Details am Mittwoch nach dem Ministerrat präsentieren.
Widerstand der Ärztekammer
Widerstand wird hingegen von der Ärztekammer erwartet, die eine Ausweitung der Befugnisse von Apotheken wiederholt abgelehnt hat. Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Johannes Steinhart, sagte: Impfen ist mehr als nur ein Stich. Zwölf Jahre harte Ausbildung könnten nicht durch einen Wochenendkurs ersetzt werden, die Patientensicherheit müsse oberste Priorität haben. Der Gesetzesentwurf dürfte in der Begutachtung für heftige Diskussionen sorgen.
Wer sich impfen lassen möchte oder Fragen zu passenden Impfungen hat, sollte sich an seine Ärztin oder seinen Arzt wenden.
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Symbolbild
Quellen
Heute, Impfen wird ab 2027 auch in Apotheken erlaubt, 03.11.2026, https://www.heute.at/s/impfen-wird-ab-2027-auch-in-apotheken-erlaubt-120276258




