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Austria Now News – Österreich
Auf Autobesitzer in Österreich und alle, die im kommenden Jahr einen Neuwagen kaufen wollen, kommen zusätzliche Belastungen zu: Ab 1. Jänner 2027 treten mehrere Änderungen in Kraft, allen voran eine höhere Abgabe beim Kauf neuer Benzin- und Dieselautos, ein neuer steuerlicher Sachbezug für die private Nutzung elektrischer Dienstautos sowie eine Änderung bei der Autobahnvignette, wie die Zeitung Heute berichtet.
Höhere NoVA für Neuwagen
Die Normverbrauchsabgabe, kurz NoVA, wird beim Kauf eines Neuwagens fällig und richtet sich nach dem CO2-Ausstoß. Ab Jänner sinkt der Abzugsbetrag von 91 auf 88 Gramm pro Kilometer, wodurch sich der Steuersatz bei vielen Modellen um einen Prozentpunkt erhöht. Die Malus-Grenze bleibt bei 155 Gramm, für jedes Gramm darüber werden 80 Euro verrechnet.
Ein Beispiel: Bei einem Auto mit einem Nettopreis von 30.000 Euro und 136 Gramm Ausstoß steigt die Abgabe von 2.350 auf 2.650 Euro, also um 300 Euro. Bei einem Auto um 40.000 Euro mit 163 Gramm steigt die Abgabe inklusive Malus von 5.890 auf 6.290 Euro. Wer bis 30. November 2026 einen schriftlichen, unwiderruflichen Kaufvertrag unterschreibt und das Auto vor 1. April 2027 übernimmt, kann unter bestimmten Bedingungen noch von den Werten für 2026 profitieren. Reine Elektroautos und Wasserstofffahrzeuge bleiben befreit.
Vignette nur noch digital
Der Preis der Jahresvignette für Pkw soll 2027 auf rund 108,90 Euro statt 106,80 Euro steigen, nachdem die Regierung die ursprünglich geplante Erhöhung abgeschwächt hat. Wichtiger noch: Die Jahresvignette wird ab 2027 nur noch digital verkauft, das klassische Pickerl verschwindet. Wer die Vignette 2027 bis 31. Dezember 2026 kauft, kann laut den vorliegenden Informationen noch den aktuellen Preis zahlen.
Elektrische Dienstautos
Die folgenreichste Änderung betrifft Arbeitnehmer, die ein elektrisches Dienstauto privat nutzen: Erstmals wird ein sogenannter Sachbezug von 0,375 Prozent des Anschaffungspreises pro Monat angerechnet, maximal 180 Euro; 2028 steigt er auf 0,625 Prozent und maximal 300 Euro. Das gilt auch für bereits genutzte Fahrzeuge. Bei einem Auto um 42.000 Euro beträgt der Betrag 157,50 Euro pro Monat, der der Lohnsteuer und den Sozialversicherungsbeiträgen unterliegt. Experten schätzen die Mehrbelastung bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro auf rund 75 bis 80 Euro netto pro Monat, 2028 könnten es 125 bis 130 Euro werden.
Spritpreise noch offen
Noch unklar ist, wie sich der CO2-Preis 2027 auf die Treibstoffe auswirken wird. Derzeit liegt er bei 55 Euro pro Tonne, das sind inklusive Steuer rund 15 Cent pro Liter Benzin und 16,5 Cent pro Liter Diesel. Nachdem der europäische Emissionshandel ETS 2 auf 2028 verschoben wurde, bleibt das österreichische System bis Ende 2027 in Kraft, ein neuer Preis wurde aber noch nicht festgelegt.
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Symbolbild
Quellen
- Heute, Neue Regeln kommen! Autofahren wird deutlich teurer, 1. November 2026, https://www.heute.at/s/neue-regeln-kommen-autofahren-wird-deutlich-teurer-120275181




