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Austria Now News – Wien
Mit Beginn der Heizsaison wachsen in Österreich die Sorgen vor steigenden Heizkostenrechnungen, nachdem die Gaspreise ein Niveau erreicht haben, das es seit 2022 nicht mehr gegeben hat. Ein Experte der Energieregulierungsbehörde E-Control geht davon aus, dass Haushalte, die jetzt einen neuen Gasvertrag abschließen müssen, zwischen 300 und 500 Euro pro Jahr mehr zahlen könnten.
Wer ist am stärksten betroffen?
Johannes Mayer, Leiter der Abteilung Volkswirtschaft der E-Control, sagte am Sonntagabend in der ORF-Sendung ZIB2, dass die Höhe der Mehrkosten stark von der Art des Vertrags abhänge. Wer ein ganzes Haus mit Gas heizt und einen neuen Vertrag unterschreibt, müsse mit jährlichen Mehrkosten zwischen 300 und 500 Euro rechnen.
Mayer führte den Anstieg auf die Turbulenzen an den internationalen Energiemärkten infolge des Krieges mit dem Iran zurück. Deren Auswirkungen seien zunächst nicht spürbar gewesen, doch seit klar sei, dass der Konflikt länger dauern werde, kauften Händler größere Mengen Gas, was die Preise nach oben treibe. Eine rasche Entspannung sei nicht zu erwarten: Die Branche rechne nicht vor Ende des ersten Quartals 2027 mit einer Stabilisierung.
Spartipps
Laut Mayer lässt sich der Gasverbrauch mit einfachen Maßnahmen, etwa dem Senken der Raumtemperatur, um 15 bis 20 Prozent reduzieren. Wer bisher nicht auf seinen Verbrauch geachtet hat, könne damit die Teuerung ausgleichen; wer hingegen ohnehin sparsam heizt, müsse mit höheren Kosten rechnen.
Der Experte rät, mit dem Abschluss eines neuen Gasvertrags nach Möglichkeit einige Monate zu warten, in der Hoffnung auf sinkende Preise. Beim Strom sei die Lage anders: Die Preise liegen derzeit nahe am Vorjahresniveau, Konsumentinnen und Konsumenten können jetzt günstige Verträge mit einer Preisgarantie von 12 Monaten abschließen, und ein Anstieg der Strompreise im Winter sei nicht zu erwarten.
Netzentgelte
Mayer ging auch auf die gestiegenen Netzentgelte ein. Ein sinkender Verbrauch bedeute, dass die Netzkosten auf weniger Kilowattstunden verteilt würden, und gesetzliche Änderungen würden erst langfristig Wirkung zeigen. Er empfahl, sich über die neuen Netztarife zu informieren und nicht mehrere stromintensive Geräte gleichzeitig zu betreiben.
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Symbolbild
Quellen
- Heute: Heizen wird teurer – Experte nennt brisante Prognose, 01.11.2026 – heute.at




