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Austria Now News – Wien
Die österreichische Bundesregierung weitet die staatlichen Hilfen für Opfer schwerer Gewaltverbrechen und deren Angehörige aus: Mit einer Novelle des Verbrechensopfergesetzes wird das Schmerzensgeld von maximal 12.000 auf 24.000 Euro verdoppelt, wie die Zeitung Heute am Montagmorgen berichtete.
Das Sozial- und Gesundheitsministerium hat die Vorschläge gemeinsam mit Opferschutzorganisationen und weiteren Expertinnen und Experten ausgearbeitet und dabei die Stellungnahmen aus der Begutachtung berücksichtigt.
Vier Entschädigungsstufen
Die Änderungen sehen je nach Schwere der Gesundheitsschädigung vier Entschädigungsstufen vor: 4000, 8000, 16000 und 24000 Euro. Die bisherigen Beträge waren seit 2013 unverändert geblieben. Anspruch auf staatliche Entschädigung haben Personen, die durch eine Straftat eine schwere körperliche oder psychische Gesundheitsschädigung erlitten haben – unabhängig davon, ob der Täter bekannt ist oder selbst Schadenersatz leisten kann.
Minderjährige Opfer sexueller Gewalt sollen künftig die niedrigste Entschädigungsstufe ohne zusätzliches fachärztliches Gutachten erhalten können.
Begräbniskosten, Schlösser und Tatortreinigung
Hinterbliebene erhalten zur Deckung der Begräbniskosten bis zu 10.000 Euro, also doppelt so viel wie bisher; zudem fällt die dreijährige Antragsfrist weg. Die psychologische Unterstützung wird von 10 auf 20 Krisenintervention-Sitzungen ausgeweitet, auch klinisch-psychologische Behandlung kann übernommen werden.
Neu ist außerdem ein Zuschuss von bis zu 800 Euro für die Reparatur oder den Austausch beschädigter Türen und Schlösser bzw. bei akuter Gefährdung sowie ein Zuschuss von bis zu 5000 Euro für die professionelle Reinigung des Tatorts in einer Privatwohnung oder einem Privatfahrzeug.
Hilfsnummern
Für Betroffene von Gewalt in Österreich: die Frauenhelpline unter 0800 222 555, kostenlos und rund um die Uhr, das Männer-Notruf-Telefon unter 0800 246 247, Rat auf Draht unter 147 sowie der Polizeinotruf unter 133.
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Symbolbild
Quellen
- Heute, Mehr Hilfe für Gewaltopfer, Staat zahlt künftig mehr, 02.11.2026, heute.at




