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Rund 615 Euro pro Monat: AK und ÖGB wollen Strafen für Unternehmen mit zu wenigen Beschäftigten über 60

Dieser Artikel wurde aus dem Arabischen übersetzt. Original auf Arabisch lesen

Austria Now News – Wien

Die Arbeiterkammer (AK) und der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) haben am Montag ein „Bonus-Malus“-System für Unternehmen vorgeschlagen. Betriebe, die nicht genügend Beschäftigte im Alter zwischen 60 und 64 Jahren beschäftigen, sollen monatliche Zahlungen leisten, während Unternehmen, die die Vorgaben erfüllen, einen Bonus erhalten.

So funktioniert der Vorschlag

Nach dem von AK-Präsidentin Renate Anderl und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian präsentierten Modell erhalten Unternehmen, die mehr Beschäftigte zwischen 60 und 64 Jahren haben als der Durchschnitt ihrer Branche, einen Bonus. Unternehmen, die die Zielquote nicht erreichen, zahlen rund 615 Euro pro Monat und fehlender Stelle.

Die beiden Organisationen beziffern das Gesamtvolumen auf Basis von Daten aus 2026 auf rund 266,4 Millionen Euro jährlich, die von etwa 10.000 Unternehmen getragen würden. Die Hälfte des Betrags soll als Bonus an die Unternehmen zurückfließen, die andere Hälfte beim AMS in Beschäftigungsprogramme investiert werden. Ausgenommen sind Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten.

Warum jetzt?

Anderl und Katzian erinnerten die Regierung daran, dass ihr Regierungsprogramm ein Anreizsystem für die Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorsieht. Anderl sagte, wie lange Menschen im Erwerbsleben bleiben, hänge tatsächlich von den Arbeitgebern ab. Katzian wies darauf hin, dass jede dritte Person nicht direkt aus der Beschäftigung in die Pension wechselt.

Beide lehnen eine Debatte über die Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters von 65 auf 67 Jahre ab und betonen, dass die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters Priorität habe. SPÖ und ÖVP hatten sich bereits vor zehn Jahren auf ein ähnliches System geeinigt, das jedoch nie in Kraft trat.

Ablehnung der Arbeitgeber

Die Wirtschaftskammer (WKÖ) und die Industriellenvereinigung (IV) lehnten den Vorschlag noch am selben Tag ab und bezeichneten ihn als Belastung und Strafe für die Unternehmen. Auch innerhalb der Regierungsparteien stößt der Vorschlag auf Widerstand: Die NEOS bezeichneten ihn als falsches Instrument für ein richtiges Ziel. Das Modell bleibt ein Vorschlag der Sozialpartner auf Arbeitnehmerseite und ist kein geltendes Gesetz.

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Quellen

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