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Schweiz: Bekennervideo nach mutmaßlichem Brandanschlag auf Waffenhersteller B&T in Thun – linksextreme Website feiert Angriff

Dieser Artikel wurde aus dem Arabischen übersetzt. Original auf Arabisch lesen

Austria Now News – Thun, Schweiz

Neue Erkenntnisse deuten auf einen möglichen politischen Hintergrund des Brandes hin, der in der Nacht auf Donnerstag, 29. Oktober, schwere Schäden am Hauptsitz des Schweizer Waffenherstellers Brügger & Thomet, kurz B&T, in Thun angerichtet hat. Im Internet kursiert ein Bekennervideo zu dem Anschlag, wie die österreichische Zeitung „Heute“ berichtet.

Der Schaden wird auf 12 bis 20 Millionen Schweizer Franken geschätzt, rund 13 bis 22 Millionen Euro. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht Zeugen.

Polizei prüft Echtheit des Videos

Das Video bringt den Anschlag mit den jüngsten gewaltsamen Jugendprotesten in Frankreich in Verbindung. Zunächst zeigt es Zusammenstöße zwischen Demonstrierenden und der Polizei dort, danach Aufnahmen vermummter Personen, die einen Brandsatz auf das Firmengelände werfen. Von dort soll das Feuer auf das Gebäude übergegriffen haben. Zu sehen sind auch Schriftzüge, die auf die Gen Z in der Schweiz, Frankreich und Deutschland sowie auf die Waffenbezeichnung GL06 verweisen.

Der Verdacht richtet sich gegen die linksextreme Szene, wer hinter dem Anschlag steckt, ist aber weiterhin unklar. Die Schweizer Polizei prüft die Echtheit des Videos, eine offizielle Stellungnahme zu den Verantwortlichen gibt es bislang nicht. Die französische Website Contre Attaque, die der radikalen Protestszene nahesteht, veröffentlichte das Video und feierte den Anschlag.

Gummigeschosswerfer im Zentrum der Debatte

B&T stellt unter anderem den Gummigeschosswerfer GL06 her, der in Frankreich als LBD 40 bekannt ist und von der Polizei bei gewalttätigen Demonstrationen eingesetzt wird. Gummigeschosse können schwere Verletzungen verursachen. Laut „Heute“ haben bei den jüngsten Protesten in französischen Städten mindestens 8 Demonstrierende ein Auge verloren.

Firmeninhaber Karl Brügger verteidigte seine Produkte gegenüber der Schweizer Zeitung „Blick“. Frankreich verwende nicht die passende Munition, die französische Polizei beziehe ihre Geschosse vom französischen Unternehmen Alsetex und nicht von B&T. Die Waffen des Unternehmens werden auch in der Schweiz eingesetzt, wo sie Einzelgeschosse abfeuern, die als weniger gefährlich gelten, bei falscher Anwendung aber ebenfalls schwere Verletzungen verursachen können.

Schweizer Nachrichtendienst warnt

Laut dem Schweizer Nachrichtendienst des Bundes wurden im Jahr 2025 insgesamt 215 linksextrem motivierte Vorfälle registriert, davon 63 gewalttätige. Besorgt zeigen sich die Behörden vor allem über die zunehmende Bereitschaft extremistischer Gruppen, Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele einzusetzen, sowie über deren Verbindungen zu Gruppen in Deutschland und Frankreich.

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